Maklerprovision in Spanien

Seriöse Makler bieten Transparenz

Gerade für Kaufinteressenten die der spanischen Sprache nicht mächtig sind und/oder sich nicht mit dem spanischen Rechtssystem auskennen, ist es oftmals schwer einzuschätzen wie seriös ihr Makler tatsächlich ist. Zur Zahlung der vereinbarten Provision ist grundsätzlich verpflichtet, wer dem Makler den Vermittlungsauftrag erteilt hat. Leider erhöhen Makler häufig den mit dem Verkäufer vereinbarten Preis um ihre eigene Provision, so dass bei Verkauf zum Angebotspreis im Endeffekt der Käufer die gesamte Provision zahlt und hinzukommend erhöhte Steuern zahlen muss.

Zahlt der Käufer alleine die Provision variiert sie meist zwischen 3% und 7% (zzgl. MwSt.) des Verkaufspreises, wobei regionale Unterschiede je nach Autonomer Kommunität auszumachen sind. Leider hat die Öffnung des Immobilienmarktes zu einem Missbrauchsanstieg in der Branche geführt. Die Verbraucherorganisation OCU (Organización de Consumidores y Usuarios) berichtet, dass vereinzelte Makler für den Abschluss eines Immobilienkaufvertrages eine verdeckte Provision von bis zu 10% fordern.

Der beauftragte Makler darf im Falle einer erfolgreichen Vermittlung eines Mietobjektes, maximal zwei Nettomieten zzgl. der Umsatzsteuer verlangen. Seit dem Bestellerprinzip im Jahre 2015, darf die Maklerprovision allerdings nicht mehr vom Mieter bezahlt werden sondern ausschließlich vom Vermieter.

 

Wie Sie einen seriösen Makler erkennen:

  1. In erster Linie übt ein seriöser Makler seine Tätigkeit ausschließlich mit offiziellem Vermittlungsauftrag aus;
    In einem Maklervertrag mit dem Verkäufer werden neben seinen Dienstleistungen auch die Vertragslaufzeit, die Provisionshöhe bei einer erfolgreichen Vermittlung sowie die Auflösungsmodalitäten festgehalten.
  2. Kaufinteressenten werden ausgiebig über Kaufabwicklungen, Schätzwert, Grunderwerbssteuer etc. informiert. Zu den Makleraufgaben zählen u.a. auch das Besorgen aller für den Verkauf relevanten Dokumente, dass klare benennen der in Frage kommenden Zeiträume für die Abwicklung aller Formalitäten und den voraussichtlichen Aufwand.
  3. Der Energieausweis liegt bereits bei der Besichtigung vor und (was in Spanien leider nicht zur Norm gehört) der Makler hat das Objekt vorab bereits besichtigt.
  4. Der Makler kann Ihnen entsprechende Qualifikationen und eine Haftpflichtversicherung vorlegen.
  5. Im Falle eines Kaufvertrages besteht der seriöse Makler darauf, dass die Reservierungsgebühr (die 10% des Kaufpreises entsprechen) bei einem Notar hinterlegt wird um Ihnen die größtmögliche Sicherheit zu bieten.

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